Das Denghoog ist ein Hünengrab aus der Jungsteinzeit und damit eines der ältesten Bauwerke Deutschlands. Die etwa 5.000 Jahre alte Grabkammer in Wenningstedt kann besichtigt werden.
Was ist das Denghoog?
Der Name "Denghoog" stammt aus dem Friesischen und bedeutet "Thingshügel" oder "Versammlungshügel". Tatsächlich handelt es sich um ein Großsteingrab (Megalithgrab) aus der Zeit um 3.000 v. Chr.
Die Grabkammer wurde aus riesigen Findlingen errichtet, die von der Eiszeit auf Sylt zurückgelassen wurden. Der größte Deckstein wiegt etwa 20 Tonnen. Wie die Menschen der Steinzeit diese Steine bewegen konnten, ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Besichtigung
Das Denghoog ist zugänglich und kann von innen besichtigt werden:
- Durch einen engen Gang (ca. 5 Meter) kriecht man in die Grabkammer
- Die Kammer ist etwa 3 x 5 Meter groß
- Innen kann man aufrecht stehen
- Beleuchtung vorhanden
Hinweis
Der Zugang ist eng und niedrig - nicht geeignet bei Klaustrophobie oder starken Rückenproblemen. Kinder finden es meist spannend!
Öffnungszeiten und Eintritt
- Saison: Meist April bis Oktober
- Öffnung: Nach Aushang (variiert)
- Eintritt: ca. 3-4€
- Dauer: 15-30 Minuten
Bei Regen und im Winter kann das Denghoog geschlossen sein.
Geschichte
Bei Ausgrabungen im 19. Jahrhundert wurden Skelette und Grabbeigaben gefunden:
- Mehrere menschliche Skelette
- Steinwerkzeuge
- Keramikgefäße
- Bernsteinschmuck
Die Funde befinden sich heute im Landesmuseum Schleswig.
Lage
Das Denghoog liegt mitten in Wenningstedt, direkt neben der Kirche. Vom Ortskern aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
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